Von Singapur bis Mauritius mit Kleinkind – Teil 2: Die Kreuzfahrt 🌏

Nach drei tollen Tagen in Singapur (Teil 1 hier) sind wir an Bord der AIDA Stella gegangen – unser Zuhause für die nächsten drei Wochen. Die Route führte uns von Singapur über Malaysia, Sri Lanka, die Malediven und die Seychellen bis nach Mauritius. Und es sollte unsere schönste Kreuzfahrt bisher werden.

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🚢 Kurz zum Schiff: Die AIDA Stella

Die AIDA Stella im Hafen

Unser Zuhause für die nächsten drei Wochen – die AIDA Stella

Für unsere zweite Kreuzfahrt als Familie haben wir uns für die AIDA Stella entschieden – und das war die richtige Wahl. Das Schiff ist deutlich kleiner als die neueren AIDA-Riesen, und genau das mochten wir sehr. Nach einigen Tagen kannte man viele Gäste vom Sehen, erkannte die Crew wieder und fühlte sich fast wie in einer kleinen schwimmenden Nachbarschaft. Gerade mit Kleinkind fanden wir das sehr angenehm.

💶 Preise AIDA Stella (Richtwerte)

Preise variieren je nach Reisezeit und Buchungszeitpunkt – frühzeitig buchen lohnt sich meist.

🍕 Essen an Bord

Grundsätzlich waren wir mit dem Essen sehr zufrieden. Besonders praktisch für uns mit Kleinkind: Pizza, Pasta, Hotdogs auf dem Außendeck und viele Snack-Möglichkeiten. Das Angebot variierte allerdings – das gab es nicht durchgehend jeden Tag in gleicher Form. Unsere wichtigste Regel bleibt aber: immer ein paar eigene Snacks dabei haben – das hat uns schon oft gerettet.

Ein kleiner Nachteil: Viele Restaurants öffneten nur zu festen Zeiten, und pünktlich zur Öffnung bildeten sich oft längere Schlangen. Unser Trick: einfach etwas später hingehen, dann war es meist deutlich entspannter.

😅 Das Einzige, was uns wirklich genervt hat

Nach drei Wochen fiel uns ein Punkt immer stärker auf. Teilweise fühlte sich die Reise ein wenig wie eine Kaffeefahrt an – und ich meine das überspitzt formuliert 😄 Aber es wurde gefühlt ständig irgendetwas angeboten: Bingo, Kunstauktionen, Galerie-Veranstaltungen, Shopping-Sonderaktionen. Dazu regelmäßige Lautsprecherdurchsagen. Nach einer Woche fällt das kaum auf – nach drei Wochen dann schon eher.

Unser Fazit zur AIDA Stella: Würden wir wieder mitfahren? Ja – gerade als Familie mit kleinem Kind. Überschaubare Größe, kurze Wege, familiäre Atmosphäre. Wer dagegen riesige Schiffe mit Attraktionen sucht, wird vermutlich woanders glücklicher. Für uns war es genau das Richtige.

👶 Lolo wurde zum kleinen Star des Schiffes

Lolo läuft seine ersten freien Schritte an Bord der AIDA Stella hinter Papa her

Seine ersten freien Schritte – mitten an Bord der AIDA Stella

Auf dieser Reise lernte Lolo seine ersten freien Schritte – ausgerechnet mitten auf dem Schiff, teilweise sogar bei leichtem Seegang 😄 Schnell kannten ihn viele Gäste und Crew-Mitglieder beim Namen. Oft hörten wir: „Da läuft er wieder!" Für uns natürlich ein ganz besonderer Moment, den wir nie vergessen werden.

Tag 4: Port Klang & Kuala Lumpur

Nach unserem entspannten Start in Singapur wartete bereits das erste große Abenteuer auf uns. Früh morgens legte die AIDA Stella in Port Klang an – der wichtigste Hafen Malaysias, aber recht weit von Kuala Lumpur entfernt. Die Fahrzeit in die Hauptstadt beträgt je nach Verkehr schnell zwei Stunden oder mehr pro Strecke.

Mit Kleinkind wollten wir uns den Stress mit Zugverbindungen und verschiedenen Transfers ersparen und hatten deshalb bereits von Deutschland aus eine organisierte Tagestour gebucht – Tagestour Kuala Lumpur auf GetYourGuide ansehen. Im Nachhinein waren wir sehr froh über diese Entscheidung.

Die Batu Caves

Batu Caves goldene Statue Malaysia

Die riesige Murugan-Statue vor den Batu Caves

Unser erstes Highlight waren die berühmten Batu Caves. Schon von weitem sieht man die riesige goldene Statue des hinduistischen Gottes Murugan. 272 bunte Stufen führen hinauf zur Haupthöhle – oben wartet eine beeindruckende Höhlenlandschaft, Tempel und ein toller Ausblick. Besonders spannend fand Lolo die vielen Affen, die überall zwischen den Besuchern herumturnten. Die Batu Caves waren für uns definitiv eines der Highlights Malaysias.

Die Petronas Twin Towers

Petronas Twin Towers Kuala Lumpur

Die beeindruckenden Petronas Twin Towers

Natürlich durfte auch das Wahrzeichen von Kuala Lumpur nicht fehlen. Und hier gab es einen klassischen Mama-Moment: Lolo war auf meinem Arm eingeschlafen und schlief tief und fest. Also blieb ich mit ihm im klimatisierten Bus sitzen, während Papa die Türme aus nächster Nähe angesehen und Fotos gemacht hat.

Solche Momente gehören zum Reisen mit Kleinkind einfach dazu. Manchmal verzichtet einer von uns auf eine Sehenswürdigkeit – und meistens ist das völlig in Ordnung.

Kuala Lumpur erkunden

Danach führte uns die Tour durch weitere Teile der Stadt: den historischen Merdeka Square, das Sultan Abdul Samad Building, den Central Market und Chinatown. Im Central Market konnten wir durch kleine Kunsthandwerksläden schlendern und sogar unser geliebtes Tiger Balm kaufen.

🍚 Nasi Lemak – Malaysias Nationalgericht

Nasi Lemak Malaysia

Nasi Lemak – eines der kulinarischen Highlights der Reise

Zum Mittagessen probierten wir natürlich das berühmte Nasi Lemak – Reis in Kokosmilch gekocht, dazu verschiedene Beilagen. Es war unglaublich lecker und für uns eines der kulinarischen Highlights der gesamten Reise. Nach vielen Eindrücken, jeder Menge Wärme und einem langen Ausflugstag ging es erschöpft, aber glücklich zurück zum Schiff.

Tag 5: Langkawi

Langkawi Cable Car Seilbahn

Langkawi Cable Car – schon die Fahrt ist spektakulär

Am nächsten Morgen wartete bereits die wunderschöne Insel Langkawi. Wir hatten bereits vorab Tickets für die berühmte Langkawi Cable Car reserviert – Tickets Langkawi Cable Car auf GetYourGuide ansehen – das würden wir auch jedem empfehlen. Gerade an Kreuzfahrttagen können die Warteschlangen sehr lang werden. Zusätzlich hatten wir den Express-Zugang gebucht, was uns mit Kleinkind einiges an Wartezeit ersparte.

Mit der Seilbahn über den Regenwald

Vom Hafen nahmen wir direkt ein Uber – das funktionierte auf Langkawi hervorragend. Unser Ziel war das Oriental Village, von dem die Seilbahn startet. Den Buggy konnten wir gegen eine kleine Gebühr sicher einschließen und nahmen Lolo stattdessen in die Trage. Schon die Fahrt nach oben war spektakulär: unter uns dichter Regenwald, vor uns die Berge und immer wieder fantastische Ausblicke auf die Inselwelt.

Oriental Village Langkawi mit Blick auf die Berge

Das Oriental Village – Ausgangspunkt der Seilbahn

Die Sky Bridge & Oriental Village

Sky Bridge Langkawi

Die Sky Bridge – mit atemberaubenden Ausblicken

Oben angekommen erkundeten wir die Sky Bridge – eine geschwungene Hängebrücke mit atemberaubenden Ausblicken. Teilweise war das schon etwas aufregend, aber genau das machte den Reiz aus. Rund um die Anlage liefen Affen frei herum, kleine Geschäfte luden zum Bummeln ein – für Familien kann man hier problemlos mehrere Stunden verbringen.

Frei lebender Affe bei der Sky Bridge auf Langkawi

Einer der frei lebenden Affen rund um die Sky Bridge – hier ganz vertieft in seinen Snack

Adlerstatue, Strand & Subway 😄

Eagle Square Langkawi Adlerstatue

Eagle Square – eines der bekanntesten Wahrzeichen Langkawis

Anschließend fuhren wir wieder mit einem Uber weiter zum berühmten Eagle Square mit der riesigen Adlerstatue. Danach zog es uns noch an den Pantai Cenang Beach – endlich etwas Strandzeit, ein bisschen schwimmen, das tropische Inselgefühl genießen.

Und ja, tatsächlich landeten wir mittags bei Subway. Nicht besonders exotisch – aber manchmal gewinnt mit Kleinkind eben die pragmatische Lösung 😄

Tag 7: Hambantota, Sri Lanka

Nach zwei entspannten Seetagen erreichten wir Hambantota im Süden Sri Lankas. Ein Hafen, den vermutlich die wenigsten auf ihrer Bucket List haben – und genau das machte ihn für uns so spannend. Hambantota ist deutlich weniger touristisch als Colombo und vermittelt einen sehr authentischen Eindruck von Sri Lanka.

Ankunft & Transport

Direkt am Hafen warteten zahlreiche Fahrer auf Kreuzfahrtgäste.

Tipp: Nicht direkt den ersten Fahrer nehmen – die Preise unterscheiden sich teilweise deutlich. Wir haben die PickMe-App genutzt, die in Sri Lanka ähnlich funktioniert wie Uber und mit der wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Das Stadtzentrum liegt etwa 10–20 Minuten vom Hafen entfernt und ist zu weit zum Laufen.

Bootstour statt Safari

😅 Kleine Verspätung, große Aufregung

Vor unserer Tour wollten wir eigentlich nur noch kurz auf die Kabine: Windel wechseln, frische Kleidung anziehen, kurz durchatmen. Mit Kleinkind dauert „mal eben kurz" allerdings manchmal länger als gedacht. Als wir am Treffpunkt ankamen, waren wir etwa 10–15 Minuten zu spät. Die Gruppe wartete noch auf uns – die anderen Kreuzfahrer waren darüber allerdings nicht ganz so begeistert. Sagen wir es diplomatisch: Wir waren vermutlich nicht die beliebtesten Gäste des Tages 😅

Im Nachhinein können wir aber drüber lachen. Mit Kleinkind läuft eben nicht immer alles nach Plan.

Viele Kreuzfahrtgäste nutzen Hambantota als Ausgangspunkt für eine Safari im berühmten Yala-Nationalpark. Nach unserer fünftägigen Safari in Tansania (Serengeti und Ngorongoro-Krater) wollten wir diesmal etwas Entspannteres – und entschieden uns für eine Bootstour. Das war genau die richtige Entscheidung.

Familienselfie mit Schwimmwesten auf der Bootstour in Hambantota (Papas Gesicht mit Sonne verdeckt)

Mit Schwimmwesten startklar für unsere Bootstour

Bootstour durch den Fluss mit Wasserhyazinthen in Hambantota

Vorbei an dichten Wasserhyazinthen ging es tief in die Natur Hambantotas

Wasserbüffel schwimmt durch den Fluss in Hambantota

Ein Wasserbüffel schwimmt direkt an unserem Boot vorbei

Bootstour durch die Natur

Die Tour selbst war wunderschön. Mit kleinen Motorbooten fuhren wir durch die Natur Sri Lankas – überall verschiedene Vogelarten zu beobachten. Zwischendurch legten wir an, konnten die Umgebung erkunden, auf Felsen klettern und riesige Wasserbüffelherden beobachten.

Wichtig für Familien: Die Boote waren deutlich lauter als erwartet – der Motor war teilweise sehr laut und die Abgase nicht besonders angenehm. Für kleinere Kinder würden wir auf jeden Fall einen Gehörschutz empfehlen.

Ein besonderes Highlight: frisch geerntete Kokosnüsse, direkt vor Ort geöffnet. Frischer bekommt man Kokoswasser kaum. Hambantota war vielleicht nicht die spektakulärste Station unserer Reise – aber definitiv eine der authentischsten.

Tag 8: Colombo & Galle – unser schönster Tag in Sri Lanka

Nach unserem entspannten Naturtag in Hambantota wollten wir noch mehr von Sri Lanka sehen. Colombo allein erschien uns dafür einfach zu schade. Also haben wir uns etwas gegönnt und über GetYourGuide einen privaten Fahrer mit klimatisiertem Auto gebucht – Private Tagestour Colombo & Galle auf GetYourGuide ansehen.

Ganz ehrlich: Das war nicht günstig. Aber manchmal darf man sich auch etwas Komfort gönnen – vor allem mit einem 18 Monate alten Kleinkind auf einer Kreuzfahrt durch Asien.

Der Start verlief allerdings etwas chaotisch. Unser Fahrer durfte nicht direkt ins Hafengelände fahren. Das wussten wir vorher nicht und standen erstmal etwas ratlos herum. Nach ein paar Telefonaten und Nachrichten hatten wir uns aber gefunden – und dann konnte unser Abenteuer beginnen.

🎣 Stelzenfischer wie aus dem Bilderbuch

Unser erster Stopp führte uns an die Südküste Sri Lankas. Dort konnten wir die berühmten Stelzenfischer beobachten, die auf ihren schmalen Holzpfählen im Wasser sitzen. Ein Bild, das man sofort mit Sri Lanka verbindet. Ich durfte sogar selbst auf einen dieser Stelzenpfähle klettern und Fotos machen. Im Nachhinein wollten die Fischer noch etwas Geld dafür haben – unser Fahrer hat die Situation aber ganz entspannt für uns geregelt, da die Tour eigentlich bereits bezahlt war.

Stelzenfischer an der Südküste Sri Lankas

Die berühmten Stelzenfischer Sri Lankas – ich durfte selbst auf einen der Pfähle klettern

Ob man zusätzlich etwas Trinkgeld geben möchte, muss jeder selbst entscheiden. Ein kleines Extra ist aber eine nette Geste.

🐢 Schildkröten hautnah erleben

Der nächste Halt war eine Schildkröten-Aufzuchtstation. Hier werden verletzte Meeresschildkröten versorgt und aufgepäppelt, bevor sie wieder ins Meer zurückkehren können. Besonders faszinierend waren die kleinen Brutstationen mit frisch geschlüpften Babyschildkröten. Lolo war völlig begeistert. Papa durfte sogar eine Schildkröte auf den Arm nehmen – so nah waren wir diesen Tieren bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gekommen. Für Familien mit Kindern können wir diesen Stopp absolut empfehlen.

Meeresschildkröte in der Aufzuchtstation Sri Lanka

Eine der Meeresschildkröten in der Aufzuchtstation

🏛️ Galle – unser Lieblingsort in Sri Lanka

Das eigentliche Ziel unseres Tages war Galle. Die historische Küstenstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der schönsten Städte Sri Lankas. Und ja – das können wir absolut bestätigen.

Die komplette Altstadt ist von einer alten Festungsmauer umgeben. Man kann stundenlang durch die kleinen Gassen schlendern, in Cafés einkehren, Boutiquen entdecken und einfach die Atmosphäre genießen. Besonders schön fanden wir: den Leuchtturm von Galle, die alte Festungsmauer direkt am Meer, die kolonialen Gebäude, die kleinen Cafés – und die insgesamt sehr entspannte Atmosphäre. Zwar ist Galle deutlich touristischer als viele andere Orte Sri Lankas, aber genau deshalb lässt es sich mit Kindern auch wunderbar erkunden.

Festungsmauer und Leuchtturm von Galle, Sri Lanka

Die alte Festungsmauer und der Leuchtturm von Galle

😂 Das lustigste Erlebnis der gesamten Reise

Eigentlich dachten wir, der Tag wäre damit schon perfekt gewesen. Doch dann kam unser persönliches Highlight. Im Rahmen der Tour machten wir noch eine kleine Bootsfahrt durch die Mangrovenlandschaft – kleine Inseln, Tempel und sogar eine Zimtplantage. Frischen Zimt haben wir natürlich direkt gekauft.

Und dann kam die Überraschung: Wir sollten unsere Füße in kleine Becken mit Fischen halten. Diese kleinen Fische knabberten die abgestorbenen Hautschuppen von den Füßen. Was harmlos klingt, führte bei uns zu einem Lachanfall des Jahrhunderts. Sobald die Fische unsere Füße berührten, mussten wir so laut lachen, dass uns die Tränen liefen. Die Einheimischen um uns herum fanden das mindestens genauso lustig wie wir. Lolo schaute uns nur völlig verwundert an und fragte sich vermutlich, warum Mama und Papa plötzlich so verrückt geworden waren.

Fischmassage an den Füßen in Sri Lanka

Die kleinen Fische, die für den Lachanfall des Jahrhunderts sorgten

Noch heute müssen wir lachen, wenn wir an diesen Moment zurückdenken ❤️

Unser Fazit zu Colombo & Galle: Dieser Tag hat uns gezeigt, wie unglaublich vielfältig Sri Lanka ist. Schildkröten, Stelzenfischer, koloniale Altstadt, Mangroven, Tempel und Zimtplantagen – alles an einem Tag. Wenn wir irgendwann zurückkehren – und das möchten wir unbedingt – dann nicht nur für einen Kreuzfahrtstopp. Besonders die berühmte Zugstrecke durchs Hochland steht ganz oben auf unserer Wunschliste.

Tag 9: Malé, Malediven

Endlich war es so weit. Die Malediven. Ein Reiseziel, von dem viele Menschen ihr Leben lang träumen – und auch wir waren unglaublich gespannt.

Wenn die Tour kurzfristig abgesagt wird…

Schon lange vor der Reise hatten wir eine Inselhopping-Tour gebucht – Inselhopping-Touren Malediven auf GetYourGuide ansehen – mehrere Inseln, Schnorcheln, Traumstrände. Doch leider kam alles anders. Am Morgen wurde die Tour wetterbedingt abgesagt – zumindest war das die offizielle Begründung. Als Alternative wurde uns angeboten, den ganzen Tag auf einer einzigen Insel zu verbringen, zum gleichen Preis. Das Wetter war später deutlich besser als angekündigt. Bis heute wissen wir nicht genau, ob das Wetter wirklich der Grund war.

Das Beste draus machen

Natürlich waren wir zunächst enttäuscht. Aber ändern konnten wir es nicht. Also haben wir beschlossen, das Beste aus dem Tag zu machen – und rückblickend war das genau die richtige Entscheidung. Die Insel war wunderschön: kristallklares Wasser, weißer Sand, Palmen. Genau das Bild, das man von den Malediven im Kopf hat.

Während einer von uns schnorcheln ging, spielte der andere mit Lolo am Strand – dann wurde gewechselt. So konnten wir beide die beeindruckende Unterwasserwelt erleben. Das Wasser war glasklar, man konnte die Fische teilweise schon vom Steg aus sehen. Für Schnorchelfans sind die Malediven wirklich ein Paradies.

SMILE-Schild an einer Palme am Strand der Malediven

Schwer, hier nicht zu lächeln – einer der schönsten Fotospots der Insel

Papa trägt Lolo auf den Schultern am Strand der Malediven

Papa und Lolo erkunden gemeinsam den Traumstrand

Dazu gab es ein schönes Mittagsbuffet direkt auf der Insel. Und obwohl wir nicht die ursprünglich gebuchte Tour bekamen, wurde es letztlich doch ein sehr entspannter und schöner Tag.

Malé selbst

Zurück in Malé nutzten wir die verbleibende Zeit noch für einen kleinen Spaziergang. Die Hauptstadt überraschte uns – sie ist deutlich voller und hektischer als man vielleicht erwartet. Überall Motorräder, viele Menschen, enge Straßen. Nicht unbedingt das typische Malediven-Postkartenmotiv, aber trotzdem interessant, um einen kleinen Einblick ins Alltagsleben zu bekommen.

Tag 12: Die Äquatorüberquerung & die Seychellen

🎉 Unsere erste Äquatorüberquerung als Familie

Äquatorüberquerung AIDA Stella Feier

Äquatorüberquerung – ein echter Gänsehautmoment

Nach den Malediven wartete ein ganz besonderer Moment auf uns: unsere erste Äquatorüberquerung als Familie. AIDA machte daraus ein richtiges Event. Der Kapitän hielt eine Ansprache, auf dem gesamten Schiff herrschte besondere Stimmung. Und genau in dem Moment, als wir die imaginäre Linie überquerten, sprangen alle gemeinsam in die Luft.

Dazu gab es verschiedene Stationen auf dem Schiff – Neptuns Schmankerl, Neptuns Drink, Neptuns Haar – für Kinder war das ein riesiger Spaß. Und wir bekamen sogar ein Zertifikat über die Äquatorüberquerung. Ein kleines Detail, aber eine Erinnerung fürs Leben.

🏝️ Mahé, Seychellen – unser Highlight der gesamten Kreuzfahrt

Bootstour mit Glasboden auf den Seychellen, Blick auf Fische im Wasser

Mahé – unser persönliches Highlight der Kreuzfahrt

Und dann kamen die Seychellen. Genauer gesagt Mahé. Ohne große Erwartungen – und genau deshalb wurden wir so positiv überrascht. Eigentlich war dieser Tag sogar unser persönliches Highlight der gesamten Kreuzfahrt.

Traumhafte Küste von Mahé, Seychellen

Ein Foto schöner als das andere – so haben wir Mahé in Erinnerung

Wir hatten eine Bootstour gebucht, um die Insel und die Unterwasserwelt zu erkunden – Bootstouren Mahé auf GetYourGuide ansehen.

Wanderung an der Küste von Mahé, Seychellen

Kleine Wanderung mit traumhaftem Ausblick

Über einen lokalen Anbieter machten wir eine Bootstour. Das Wasser war so klar, dass man die Fische schon vom Boot aus sehen konnte. Mehrfach stoppten wir an verschiedenen Schnorchelplätzen – und jedes Mal war die Unterwasserwelt beeindruckender.

Riesenschildkröten in freier Natur

Riesenschildkröten Seychellen

Riesenschildkröten – Lolo war völlig fasziniert

Ein weiteres Highlight: Wir besuchten eine Insel mit frei laufenden Riesenschildkröten – die kleine Moyenne Island. Lolo war völlig fasziniert – und ehrlich gesagt wir auch. Diese Tiere einmal aus nächster Nähe zu erleben, war etwas ganz Besonderes.

Zum Mittagessen gab es frisch gegrillten Fisch, Currys, Knoblauchbrot und tropische Früchte. Einfach, frisch, unglaublich lecker.

Frisch gegrilltes Essen auf den Seychellen mit Fisch, Reis und Beilagen

Frisch, bunt und unglaublich lecker – das Mittagessen auf Mahé

Strandspaziergang auf Mahé, Seychellen

Einer der traumhaften Strände auf Mahé

Familie im klaren Wasser der Seychellen (Gesichter mit kleinen Sonnen markiert)

Im glasklaren Wasser vor Mahé – einer unserer schönsten Momente

Unser Fazit zu Mahé: Wenn wir einen einzigen Tag dieser Kreuzfahrt noch einmal erleben dürften, dann wäre es wahrscheinlich dieser. Plant hier unbedingt eine Bootstour – es lohnt sich wirklich.

💐 Muttertag auf dem Schiff – eine wunderschöne Überraschung

Muttertag Deko aus Obst und Torte auf der AIDA Stella

Die AIDA-Crew hat sich für den Muttertag richtig ins Zeug gelegt

Mitten auf der Reise fiel auch noch der Muttertag. Das wurde auf der AIDA Stella richtig schön umgesetzt. Die Restaurants waren dekoriert, überall stand „Happy Mother's Day" und man hat einfach gemerkt, dass an die Mamas an Bord gedacht wurde. Das war eine wirklich schöne Überraschung und hat den Tag nochmal besonders gemacht. Solche kleinen Gesten bleiben einfach hängen 💐

Mauritius mit Kleinkind – 12 Tage Inselparadies

Nach drei Wochen auf der AIDA Stella war unsere Reise noch nicht vorbei. Statt direkt nach Hause zu fliegen, haben wir uns noch zwölf Tage Mauritius gegönnt. Eine Entscheidung, die wir keine Sekunde bereut haben.

📋 Mauritius auf einen Blick

Vom Hafen in Port Louis ging es zunächst mit dem Taxi nach Flic en Flac, wo wir die ersten sechs Nächte verbrachten – Unterkunft in Flic en Flac auf Booking.com ansehen.

Tipp: Nicht direkt den ersten Taxifahrer am Hafen nehmen – wenn man ein Stück weitergeht, bekommt man oft deutlich bessere Preise.

🏖️ Flic en Flac – erst einmal ankommen

Nach drei Wochen Kreuzfahrt wollten wir vor allem eines: entschleunigen. Flic en Flac war dafür perfekt. Direkt am Meer, entspannte Atmosphäre, viele Restaurants und Foodtrucks entlang der Küste und natürlich dieses unglaublich türkisblaue Wasser, für das Mauritius so berühmt ist. Die ersten Tage haben wir bewusst ruhig angehen lassen – am Strand spazieren, baden, lokale Restaurants ausprobieren und einfach mal nichts planen.

Strand von Flic en Flac, Mauritius

Der Strand von Flic en Flac – türkisblaues Wasser, so weit das Auge reicht

🚗 Unsere private Südtour über Mauritius

Eines unserer Highlights war eine private Tagestour durch den Süden der Insel. Mit einem Fahrer erkundeten wir:

Grand Bassin, wichtigster hinduistischer Pilgerort auf Mauritius

Grand Bassin – der heilige Kratersee und wichtigste hinduistische Pilgerort der Insel

Ausblick über die Insel Mauritius während der Südtour

Einer der vielen atemberaubenden Ausblicke unserer Südtour

Besonders die Seven Coloured Earth hat uns fasziniert. Die unterschiedlichen Farben wirken fast unwirklich. Dort kann man problemlos einige Stunden verbringen – und Riesenschildkröten beobachten gibt's obendrauf. Wenn ihr nur einen Tagesausflug auf Mauritius macht, würden wir diese Südtour jederzeit empfehlen.

Siebenfarbige Erde von Chamarel, Mauritius

Die berühmte Siebenfarbige Erde von Chamarel

Blick auf die Siebenfarbige Erde von Chamarel, Mauritius

Ein zweiter Blick auf die außergewöhnlichen Farbverläufe

🏘️ Umzug nach Pereybere im Norden

Nach sechs Nächten wechselten wir mit einem Taxi in den Norden der Insel nach PereybereUnterkunft in Pereybere auf Booking.com ansehen. Pereybere liegt nur wenige Minuten von Grand Baie entfernt, einem der bekanntesten Ferienorte im Norden der Insel. Unsere zweite Unterkunft war deutlich größer und moderner – drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein großer Wohnbereich und ein Pool zum Mitbenutzen. Dazu warteten bereits Getränke und Snacks auf uns – ein unglaublich herzlicher Empfang. Direkt gegenüber befand sich ein großer Supermarkt namens Winners, was mit Kleinkind Gold wert war.

Willkommens-Snacks und Früchte bei der Ankunft in der Unterkunft Pereybere

Der herzliche Empfang mit frischen Snacks bei unserer Ankunft

Schlafzimmer der Unterkunft in Pereybere, Mauritius

Unser gemütliches Schlafzimmer in Pereybere

🦶 Mauritius mit Buggy – unsere ehrliche Erfahrung

So wunderschön Mauritius ist – zu Fuß unterwegs zu sein ist oft schwieriger als erwartet. Viele Straßen haben keine Gehwege, teilweise fehlen Straßenlaternen und der Verkehr ist stellenweise recht chaotisch. Wir haben sogar mehrere Unfälle beobachtet. Gerade mit Buggy mussten wir sehr aufmerksam sein.

Ehrlicher Hinweis: Freunde von uns waren wenige Monate später ebenfalls mit Kindern auf Mauritius und haben das deutlich entspannter erlebt – das ist also auch subjektiv. Wir möchten es aber ehrlich erwähnen, weil wir selbst gerne viel zu Fuß unterwegs sind.

🚌 Öffentliche Busse – günstig und abenteuerlich

Einen Mietwagen haben wir aufgrund des Verkehrs bewusst nicht genutzt. Stattdessen sind wir mit den öffentlichen Bussen gefahren. Die kosten nur wenige Euro pro Strecke und fahren erstaunlich regelmäßig. Allerdings sind sie oft voll und für Kinderwagen nicht unbedingt ausgelegt – ob man mit Buggy mitgenommen wird, hängt manchmal tatsächlich vom Fahrer ab. Abenteuerlich war es trotzdem, und irgendwie auch ein Erlebnis für sich.

Warten an der Bushaltestelle in Mauritius (Lolos Gesicht mit Sonne verdeckt)

Warten auf den Bus – Geduld gehört einfach dazu

🏙️ Port Louis & die Blaue Mauritius

Einen Tag verbrachten wir in der Hauptstadt Port Louis. Über den Central Market taucht man komplett ins lokale Leben ein – exotische Früchte, Gewürze, Souvenirs und jede Menge Street Food. Das eigentliche Highlight für Papa war aber das berühmte Museum der Blauen Mauritius, wo die legendäre Briefmarke ausgestellt und regelmäßig besonders beleuchtet wird. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte hier unbedingt vorbeischauen.

Central Market Port Louis, Mauritius, mit Fleisch- und Wurstständen

Der Central Market von Port Louis – mitten im lokalen Leben

📋 Museum der Blauen Mauritius auf einen Blick

Museum der Blauen Mauritius an der Le Caudan Waterfront, Port Louis

Das Museum der Blauen Mauritius an der Le Caudan Waterfront

Ein Detail, das uns besonders fasziniert hat: Die blaue und die rote Mauritius-Briefmarke werden nur einmal pro Stunde für jeweils zehn Minuten beleuchtet, um sie vor Lichtschäden zu schonen. Ein Wächter schaltet das Licht an und bleibt die ganze Zeit über dabei stehen. Fotos sind strikt verboten – also einfach den Moment genießen.

🌺 Botanischer Garten & Cap Malheureux

Der Botanische Garten von Pamplemousses zählt zu den ältesten botanischen Gärten der südlichen Hemisphäre. Bekannt ist er für seine riesigen Amazonas-Seerosen. Lolo konnte dort frei herumlaufen, wir genossen die tropische Vegetation – für Familien definitiv eine Empfehlung.

Riesige Amazonas-Seerosen im Botanischen Garten von Pamplemousses, Mauritius

Die berühmten Riesen-Seerosen im Botanischen Garten von Pamplemousses

Ein weiteres Highlight im Norden war Cap Malheureux mit der kleinen Kirche Notre-Dame Auxiliatrice und ihrem roten Dach. Vor dem türkisblauen Meer wirkt das Motiv wie eine Postkarte. Rund um die Kirche gibt es zahlreiche kleine Grillstände mit frischem Fisch – perfekt für eine entspannte Mittagspause mit Meerblick.

Kirche Notre-Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux, Mauritius, mit rotem Dach

Die berühmte rote Kirche von Cap Malheureux

🍽️ Essen auf Mauritius

Kulinarisch hat uns Mauritius wirklich begeistert. Besonders gefallen haben uns frischer Fisch direkt vom Grill, Fried Rice (Lolos absoluter Favorit!), Currys in allen Variationen, frische tropische Früchte und knusprige Baguettes zum Frühstück. Interessant fanden wir, dass Obst und Gemüse teilweise überraschend teuer waren – selbst lokale Produkte wie Avocados. Dafür sind die Supermärkte hervorragend ausgestattet.

Curry mit Reis und Salat, typisches Essen auf Mauritius

Curry, Reis und Salat – so lecker war das Essen auf Mauritius

Sonnenuntergang am Strand auf Mauritius

Ein letzter Sonnenuntergang auf Mauritius – ein perfekter Abschluss

Unser Fazit zu Mauritius: Die traumhaften Strände, die beeindruckende Natur und die Herzlichkeit der Menschen haben uns wirklich begeistert. Weniger begeistert waren wir teilweise vom Verkehr und der Infrastruktur für Fußgänger. Trotzdem würden wir jederzeit wiederkommen. Und als wir schließlich mit Emirates über Dubai zurück nach Deutschland flogen, waren wir uns einig: Diese Reise wird uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben 🌴☀️✈️

🏆 Unsere Top-3-Highlights der Reise

Bei vier Wochen Reise, drei Wochen Kreuzfahrt, sechs Ländern und unzähligen Eindrücken ist es gar nicht so einfach, die absoluten Highlights herauszupicken. Aber wenn wir uns festlegen müssten, wären es diese drei:

🥇 Die Seychellen

🥈 Mauritius

🥉 Private Tagestour ab Colombo

❤️ Unser Gesamtfazit

Diese Reise war für uns etwas ganz Besonderes. Es war unsere erste große Fernreise mit Kleinkind, unsere erste Äquatorüberquerung als Familie – und die Reise, auf der Lolo seine ersten freien Schritte gemacht hat. Allein deshalb wird sie uns für immer in Erinnerung bleiben.

Natürlich lief nicht alles perfekt. Es gab verspätete Touren, abgesagte Ausflüge, sehr lange Flüge, viel Schwitzen in Singapur und manchmal stressige Momente mit Kleinkind. Aber genau das gehört zum Reisen als Familie dazu.

Am Ende bleiben die Erinnerungen an wunderschöne Orte, spannende Kulturen, unzählige neue Eindrücke – und das Gefühl, gemeinsam als Familie die Welt zu entdecken. Und genau deshalb lieben wir das Reisen so sehr ❤️🌍✈️👨‍👩‍👦

❤️ Unser Fazit – vier Wochen, eine Reise fürs Leben

Diese Reise war unsere bisher längste als Familie – vier Wochen unterwegs, drei davon auf dem Schiff. Und rückblickend können wir sagen: Es war eine der schönsten Reisen, die wir bisher als Familie gemacht haben.

Jeder Stopp hatte seinen ganz eigenen Charakter: Malaysia hat uns mit seiner Vielfalt überrascht, die Malediven haben uns trotz des Umplans verzaubert, die Seychellen haben uns sprachlos gemacht. Und mittendrin: Lolo, der auf diesem Schiff seine ersten Schritte gemacht hat.

Manche Reisen bleiben für immer in Erinnerung. Nicht nur wegen der Orte. Sondern wegen der besonderen Momente dazwischen ❤️

💬 Kommentare

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