6 Tage Teneriffa mit Baby – nach der Ausschiffung

Nach 13 Tagen an Bord der AIDA Cosma ging in Santa Cruz de Tenerife die Kreuzfahrt zu Ende – aber unsere Reise noch nicht. Wir sind noch eine ganze Woche auf der Insel geblieben, haben die Stadt erkundet, ein paar Restaurants getestet und einfach gelebt. Genau das, was man nach 13 Tagen Schiff manchmal braucht.

Bunter Santa-Cruz-Schriftzug in Santa Cruz de Tenerife

Angekommen in Santa Cruz de Tenerife

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🏠 Ankunft in unserer Unterkunft

Vom Kreuzfahrtterminal sind wir zu Fuß in unsere Wohnung marschiert – Lolo im Buggy, Papa hat zwei Koffer gezogen. Rückblickend hätten wir uns hier auch gut ein Taxi gönnen können, denn es ging ziemlich steil den Berg rauf.

Wir wurden herzlich empfangen, der Besitzer konnte sogar etwas Deutsch und war sehr hilfsbereit, hat uns viel erklärt. Die Wohnung war top: riesig, mit Schlafcouch für Papa, und einer tollen Dachterrasse.

Dachterrasse der Ferienwohnung in Santa Cruz de Tenerife mit Sonnenliegen

Unsere Dachterrasse

Nach der Ankunft waren wir erstmal einkaufen – ein Supermarkt lag gleich um die Ecke. Frische Garnelen gekauft und lecker selber gekocht, direkt oben auf der Terrasse genossen.

Selbstgekochtes Essen mit Garnelen auf der Dachterrasse in Santa Cruz de Tenerife

Selbstgekocht: frische Garnelen auf der Dachterrasse

Danach sind wir an dem Tag noch etwas rumgeschlendert und haben uns die Gegend angeguckt.

🚶 Durch die Gassen von Santa Cruz

Am nächsten Tag sind wir die Einkaufsmeile angegangen, haben uns treiben lassen und waren beim Mercado Nuestra Señora de África. Dort gibt es auch nochmal einen Dino-Supermarkt – die Kette ist hier überall zu finden und hat eine große Auswahl an Lebensmitteln.

Eingang La Recova, Mercado Nuestra Señora de África in Santa Cruz de Tenerife

La Recova – der Mercado Nuestra Señora de África, hier sind wir vorbeigekommen

Kirchturm in der Altstadt von Santa Cruz de Tenerife

Einer der markanten Kirchtürme in Santa Cruz

Wir sind durch die Gassen geschlendert und haben immer wieder schöne Flecken entdeckt.

Gasse mit Palmen und bunten Häusern in Santa Cruz de Tenerife

Schöne Ecken beim Durch-die-Gassen-Schlendern

🐒 Loro Parque – absolutes Familien-Highlight

Für den nächsten Tag haben wir Tickets online gekauft für den Loro Parque. Erst wollten wir gar nicht so richtig, aber dann dachten wir uns: vielleicht doch schon cool für Lolo. Wichtig zu wissen: Der Loro Parque liegt nicht direkt in der Hauptstadt Santa Cruz, sondern in Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa.

💶 Loro Parque – Eintritt

Im Loro Parque erhalten Kinder unter 3 Jahren also komplett freien Eintritt, Lolo war entsprechend kostenlos dabei.

Wir haben recherchiert, wie wir mit dem Bus dahin kommen – und tatsächlich war der Busbahnhof gar nicht so weit von unserer Unterkunft weg, etwa 25 Minuten zu Fuß. Also haben wir für eine Tagestour gepackt und sind früh losgefahren, damit sich der Ausflug auch richtig lohnt. Vom großen Busbahnhof in Santa Cruz (Intercambiador de Santa Cruz) nimmt man den Direktbus Linie 103 nach Puerto de la Cruz – die Fahrt dauert etwa 40–45 Minuten und kostet ca. 5,25 € pro Person - man zahlt einfach bar beim Fahrer vor Ort. Von der Endstation am Busbahnhof läuft man dann nochmal etwa 20 Minuten bis zum Parque.

Tipp: Tickets unbedingt vorab online kaufen – vor Ort war trotzdem eine lange Schlange.

Der Park selbst ist wirklich riesig – unbedingt einen Plan mitnehmen, um sich nicht zu verlaufen. Hier gibt's quasi alle Tiere der Welt zu bestaunen.

Papa und Lolo am Pinguin-Denkmal im Loro Parque, Teneriffa (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Eines der wenigen Fotos aus dem Park – wir haben einfach genossen und wenig fotografiert

Sehr cool, aber auch fragwürdig war für uns die Orca-Show. Wir hatten uns vorher nicht richtig informiert, was uns da eigentlich erwartet. Hier sollte man auch an den Tierschutz denken – es wurde zwar immer erklärt und begründet, dass sich der Park für Tierschutz einsetzt, aber trotzdem war es ein etwas beklemmendes Gefühl, die riesigen Orcas in einem vergleichsweise kleinen Becken zu sehen und nicht in freier Natur. Das muss am Ende jeder für sich entscheiden – für Kinder ist es natürlich richtig toll, keine Frage. Einmal reicht für uns auf jeden Fall.

Zurück ging's dann wieder super easy mit dem Bus, mit Klimaanlage.

Nina, Papa und Lolo im Bus zurück nach Santa Cruz de Tenerife (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Im Bus zurück nach Santa Cruz

Insgesamt waren wir drei Nächte in Santa Cruz – das war sehr schön.

🚌 Weiter in den Süden: Los Cristianos

Vor Ort haben wir dann einen Transferbus nach Los Cristianos genommen. Die Fahrt mit dem direkten Expressbus (Linie 110) dauert etwa 50–55 Minuten und kostet regulär 9 € für ein Einzelticket – Lolo umsonst.

Drei Nächte in Los Cristianos hatten wir ganz spontan gebucht (einen Tag vorher, haha) – Booking-Link folgt hier noch.

Ausblick von der Ferienwohnung in Los Cristianos, Teneriffa, auf das Meer bei Sonnenuntergang

Der Ausblick von unserer Unterkunft in Los Cristianos

Die Wohnung war gut gelegen, etwas alte Einrichtung, aber zwei Schlafzimmer und ein super Preis. Liegt allerdings auf einem Hügel – ansonsten war die Lage gut. Schaut es euch gerne an, es gibt aber bestimmt bessere Unterkünfte, wenn man rechtzeitiger bucht als wir.

Wohnzimmer der Ferienwohnung in Los Cristianos mit spielendem Lolo (Gesicht mit Sonne verdeckt)

Unsere Ferienwohnung in Los Cristianos

Erstmal haben wir einen Strandspaziergang gemacht.

Strandpromenade mit Palmen in Los Cristianos, Teneriffa

Spaziergang an der Strandpromenade

Dann haben wir uns die Stadt angeguckt. Es war sehr viel los im November, auch einige "Sauftouristen" – das muss man sich vorher überlegen, ob man das mit Kind machen möchte. Wir teilen hier bewusst auch unsere weniger positiven Erfahrungen: Man sollte sich vorher gut informieren, wie es zur jeweiligen Jahreszeit vor Ort ist. Bei uns war's leider ziemlich trubelig, und da waren wir selbst nicht gut genug informiert.

Einkaufsstraße in Los Cristianos, Teneriffa

Die Einkaufsstraße von Los Cristianos

Der Strand in Los Cristianos selbst war übrigens sehr schön – heller Sand.

Strand von Los Cristianos, Teneriffa, mit Beachvolleyball

Der Strand von Los Cristianos

Als wir weiter Richtung Las Américas gelaufen sind, sieht man dann: Dort ist der Strand teilweise schwarzer Kieselstrand – Schwimmschuhe sind da ein Muss. Das ist aber nur teilweise so, nicht überall auf der Insel.

Schwarzer Kieselstrand Richtung Las Américas, Teneriffa

Kieselstrand Richtung Las Américas

🐬 Delfin-Bootstour – unser Highlight im Süden

Das Highlight für uns im Süden war dann eine Delfin-Bootstour. Natürlich weiß man vorher nie, ob man auch wirklich Delfine sieht, aber wir haben tatsächlich mehrere gesehen, und es war eine wirklich schöne Tour – mit Getränken und etwas Musik, rein in den Sonnenuntergang. Das wird uns unvergesslich bleiben. Gebucht haben wir die Tour über GetYourGuide.

💶 Delfin-Bootstour – Preis

Blick von der Bootstour auf die Küste von Teneriffa

Unterwegs auf der Delfin-Bootstour

Nina, Papa und Lolo auf der Delfin-Bootstour vor Teneriffa (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Wir drei auf der Bootstour

Dann ging auch hier die schöne Zeit vorbei. Wir waren insgesamt drei Nächte in Los Cristianos, das hat auch gereicht. Nächstes Mal würden wir mit Kind wahrscheinlich etwas weiter fahren, vielleicht Richtung Costa Adeje – aber so waren wir immerhin mittendrin im Geschehen. Wie gesagt: Das muss jeder für sich schauen, ob er lieber mittendrin im Trubel ist oder abseits, mit weniger los und dafür mehr Ruhe und Entspannung.

Sonnenuntergang am Strand von Los Cristianos, Teneriffa, auf dem Rückweg vom Boot

Der Sonnenuntergang auf dem Rückweg vom Boot

🍽️ Essen auf Teneriffa

Wir haben oft die typischen kanarischen Kartoffeln (Papas Arrugadas) mit den verschiedenen typischen Dips (Mojo Rojo und Mojo Verde) gegessen – die bekommt man hier überall richtig gut.

Papas Arrugadas mit Mojo Rojo und Mojo Verde auf Teneriffa

Kanarische Kartoffeln mit Mojo Rojo und Mojo Verde

Und natürlich gab's auch immer wieder frischen Fisch bzw. Meeresfrüchte.

Frittierte Meeresfrüchte mit Limette auf Teneriffa

Frisch und lecker – Meeresfrüchte gab's oft

Eine bestimmte Restaurant-Empfehlung können wir nicht geben – das war eigentlich überall gut. Eine Thai-Empfehlung habe ich aber: Yim Siam Thai Food, falls man mal Lust auf z. B. Curry oder Pad Thai hat und nicht nur Seafood essen möchte.

✈️ Rückflug – alles hat funktioniert

Von Los Cristianos sind wir mit dem Bus direkt zum Flughafen gefahren. Die Fahrt zum Südflughafen (Aeropuerto Tenerife Sur) dauert nur 15–20 Minuten. Die schnellsten Verbindungen sind die Linien 111 und 711 (Nachtbus, tagsüber im 30-Minuten-Takt, ca. 15 Minuten Fahrzeit) oder die Linie 40 (ca. 20 Minuten). Eine einfache Fahrt kostet bar oder mit Karte im Bus 3,20 € pro Person, mit der aufladbaren Ten+-Karte nur 2,20 €. Mit dem Bus gab's keinerlei Probleme – man kann sich aber auch gut ein Taxi gönnen. Wir sind halt Backpacker im Herzen und nehmen das Abenteuer oft in Kauf für einen schmalen Taler.

Zurück ging's dann mit Condor, ca. fünf Stunden von Santa Cruz nach Hamburg – unser erster längerer Flug mit Lolo, und er hat überraschend gut geklappt.

Papa und Lolo spielen während des Rückflugs von Teneriffa nach Hamburg (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Beschäftigt im Flieger – der Rückflug hat überraschend gut geklappt

Tipp: Alle unsere Flugtipps für Baby & Kleinkind findest du in unserer separaten Packliste Baby.

💰 Was hat es uns ungefähr gekostet?

💶 Preis-Übersicht

❤️ Unser Fazit zur ganzen Reise

Diese erste Kreuzfahrt mit Baby war aufregend, manchmal chaotisch, manchmal auch stressig – aber vor allem: machbar. Und sie hat uns gezeigt: Reisen mit Baby ist nicht vorbei. Es fängt gerade erst an ❤️

📥 Packliste fürs Baby – alles, was bei uns für Kreuzfahrt & Flug mit ins Gepäck kam, findest du kostenlos in unserer Packliste Baby zum Download.

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