Unsere allererste große Reise mit Baby ging Ende Oktober los – Lolo war gerade 11 Monate alt. Ich geb's ehrlich zu: Ich war im Vorfeld ziemlich nervös. Eine Kreuzfahrt mit einem Baby, das gerade erst krabbeln gelernt hat – geht das überhaupt gut?
Rückblickend war es genau diese Reise, die uns gezeigt hat: Reisen mit Baby funktioniert wirklich. Hier nehme ich euch Tag für Tag mit durch unsere 13 Tage auf der AIDA Cosma.
Tag 1: Einschiffung Barcelona
Für unsere erste große Reise mit Baby wollten wir es bewusst ruhig angehen lassen: kein langer Fernflug, keine Unsicherheit, eine möglichst einfache Anreise. Also ging's nach Barcelona.
Der Flug mit Vueling hat etwa 2,5 Stunden gedauert und war richtig entspannt mit Baby. Von dort direkt mit dem Uber zum Hafen – und dann stand sie da: unsere erste Kreuzfahrt, die AIDA Cosma.
Boarding – auf geht's mit Vueling nach Barcelona
Erster Tag an Bord – das Schiff wird entdeckt
Der bunte AIDA-Schriftzug am Schornstein
Das Schiff war für uns schon für sich ein kleines Erlebnis. Modern, familienfreundlich und wirklich riesig – für unsere erste Kreuzfahrt mit Baby war das genau richtig. Zu unserer Kabine, dem Essen an Bord und was uns als Familie mit Baby besonders positiv überrascht hat, erzähle ich euch ausführlich in Teil 3: Das Schiff.
Tag 2: Palma de Mallorca
Unser erster Stopp war Mallorca. Ein wirklich entspannter Tag: durch die Gassen geschlendert, langsam mit Baby unterwegs, einfach ankommen. Genau das, was man nach der Anreise braucht.
Hin sind wir mit einem gebuchten AIDA-Transfer per Bus vom Hafen in die Stadt gefahren, für 6 € pro Person.
Unser Familienfoto vor der Kathedrale La Seu
Wir sind den ganzen Tag einfach so rumgeschlendert – die Altstadt erkundet, Tapas gegessen, kleine Innenhöfe entdeckt. Nichts wirklich geplant, einfach treiben lassen, zwischendurch ein Eis, und das alles zu Fuß.
Mittendrin in der Altstadt von Palma
Blick von der Stadtmauer über den Hafen
Einer der schönen Innenhöfe, die wir entdeckt haben
Das Palma-Schild an der Uferpromenade
Aber dann kam unser erster kleiner Fail: Wir sind zu Fuß zurück zum Schiff gegangen – und haben den Weg total unterschätzt. Über eine Stunde Rückweg mit Baby im Kinderwagen! Wir kamen kurz vor knapp wieder an Bord 😅
Endlich sehen wir das Schiff – nach dem langen Fußweg
Tag 3: Ibiza
Ibiza kannten wir bis dahin nur aus Erzählungen – Partyinsel, laut, wild. Umso überraschter waren wir, wie ruhig und entspannt sich der Hafen und die Altstadt an diesem Tag präsentiert haben. Schon beim Anlegen fiel der Blick auf die vielen Yachten im Hafenbecken, dahinter die Stadt, die sich sanft den Hügel hinaufzieht. Das Wetter war an dem Tag eher so naja – ziemlich bewölkt, aber wenigstens kein Regen. Gegen Nachmittag kam sogar noch die Sonne raus.
Der Hafen von Ibiza – Yachten, Palmen und direkt am Wasser
Wir haben den Transfer ins Zentrum genommen, für ca. 6 € pro Person, und sind dann durch die Altstadt geschlendert. Eis essen, entspannte Atmosphäre genießen – Lolo hatte natürlich seine Snacks, Quetschies und Kaustangen immer griffbereit, das darf bei uns nie fehlen.
Altstadt von Ibiza
Ibiza war so überraschend anders, als ich dachte. Ich hatte im Kopf, dass hier überall Party ist – aber tatsächlich gab es so viele tolle kleine Gassen und kleine Läden zu entdecken: Deko, Vintage, Kleidung. Es hat richtig Spaß gemacht, einfach rumzuschlendern und zu gucken, was man findet. Die Häuser strahlend weiß, und auch die Kleidung in den Läden wurde hauptsächlich in Weiß verkauft – das scheint so etwas wie die Ibiza-Farbe zu sein. Weiße Hemden und Strandkleider überall, da musste ich direkt eins mitnehmen.
Überall Weiß – scheint die Ibiza-Farbe zu sein
Die Altstadt hat uns wirklich überrascht
Die Altstadt hat uns wirklich überrascht – wir sind sogar ein Stück hoch zur Burg gelaufen. Immer wieder ging es über Treppen, an einer Stelle haben wir den Buggy dann kurz getragen, das ging aber völlig unkompliziert. Wir haben uns abgewechselt, damit immer einer bei Lolo bleiben konnte, während der andere sich oben ein bisschen umgeschaut hat.
Immer wieder Treppen auf dem Weg hoch zur Burg
Von oben hatte man einen tollen Ausblick auf unser Schiff im Hafen
Lolo im Buggy, langsam ziemlich geschafft vom Tag
Zurück sind wir dann zu Fuß gegangen und haben uns damit die 6 € pro Person für den AIDA-Transferbus gespart – da Lolo sowieso geschlafen hat, hat das perfekt gepasst. Von der Altstadt zurück zum Schiff waren es etwa 40 Minuten zu Fuß.
Zurück zum Schiff
Tag 4: Seetag – Erholung auf See
Der erste Seetag unserer Reise – Zeit zum Ankommen, das Schiff in Ruhe erkunden und einfach mal nichts müssen. Genau das, was man mit Baby zwischendurch auch braucht.
Tag 5: Málaga
Danach ging's nach Málaga – zu Fuß vom Schiff direkt in die Stadt. Ehrlich gesagt: Hier hat unser Regenwetter der Reise angefangen. Trotzdem haben wir uns nicht abhalten lassen und einen vollen Tag daraus gemacht.
Zuerst sind wir die lange, prachtvolle Calle Larios entlang bis zur Plaza de la Marina geschlendert – dort waren wir erstmal einfach in der belebten Fußgängerzone unterwegs und haben uns die Kathedrale von Málaga ("La Manquita") mitten in der Altstadt angeschaut.
Unterwegs in der belebten Fußgängerzone von Málaga
Die Kathedrale von Málaga – "La Manquita"
Danach ging's weiter zum Römischen Theater: Das antike Bauwerk liegt direkt am Fuß des Burgbergs und ist frei zugänglich. Ein Besuch lohnt sich unbedingt – überall gab es allerdings Stufen, deswegen haben wir uns mit dem Erkunden abgewechselt.
Das Römische Theater am Fuß des Burgbergs
Weiter ging's zur Plaza de la Merced, wo wir zum Geburtshaus von Pablo Picasso geschlendert sind und uns dort umgeschaut haben – auf den Spuren des berühmten Malers. Wer möchte, kann direkt daneben noch ins Picasso-Museum gehen.
Das Geburtshaus von Pablo Picasso
Ein Hinweis zum Wetter: Auf unserer ganzen Reise hatten wir leider eher schlechtes Regenwetter, da zu dieser Zeit die sogenannte DANA-Flutkatastrophe in Spanien herrschte – ein Unwetterereignis mit extremen Regenfällen, Sturzfluten und Überschwemmungen, das am 29. Oktober 2024 besonders die Region Valencia getroffen hat. Die Ausläufer davon haben wir an mehreren Orten in Spanien ebenfalls gespürt. Wir haben das Beste daraus gemacht – aber ein Gedanke geht an alle, die von der Katastrophe direkt betroffen waren.
Am Nachmittag stand eigentlich noch Hafenflair auf dem Programm, inklusive Castillo de Gibralfaro mit dem besten 360-Grad-Blick über Stadt und Meer. Der Aufstieg dorthin dauert aber ca. 20–30 Minuten steil bergauf – mit Buggy haben wir das deshalb weggelassen. Soll aber sehr schön sein, dann eben beim nächsten Mal.
Stattdessen sind wir an der Hafenpromenade entlanggelaufen, und da gab's einiges zu gucken: Wir sind an Muelle Uno und dem bunten, würfelförmigen Kunstzentrum Centre Pompidou vorbeigeschlendert, bis hin zum Leuchtturm La Farola.
Der Leuchtturm La Farola
Am Nachmittag hat sich das Wetter dann tatsächlich noch aufgeklärt, und wir konnten sogar noch ein Stück die Promenade entlang bis zum Strand laufen – allerdings weiterhin in Regenjacken 😄
Die Palmenpromenade Richtung Strand
Der Strand von Málaga
Der Schriftzug am Stadtstrand
Tag 6: Sevilla / Cádiz – manchmal kommt es anders
Geplant war eigentlich ein Ausflug nach Sevilla. Aber – kleines Geständnis – wir hatten den Transfer dafür vergessen zu buchen 😄 Also sind wir in Cádiz geblieben. Und das war völlig okay: Altstadt, Parks, überall Orangenbäume, schöne Spaziergänge am Wasser.
Tag 7: Seetag
Wieder ein Tag ohne Landgang – Pool, Ruhe und ein bisschen das Schiff weiter erkunden, bevor es zu den Kanaren weitergeht.
Tag 8: Arrecife, Lanzarote
Zu Lanzarote folgt noch ein eigener, ausführlicher Bericht – ich will euch da nicht zu kurz fassen, da gibt's noch einiges zu erzählen.
Tag 9: Las Palmas, Gran Canaria
Auch zu Gran Canaria folgt noch ein eigener, ausführlicher Bericht.
Tag 10: Seetag
Letzter Seetag vor Madeira – nochmal richtig entspannen, bevor's mit Funchal weitergeht.
Tag 11: Funchal, Madeira
Unser absolutes Highlight-Stopp: Funchal. Wir hatten die Seilbahntickets vorab gebucht und sind hoch zur Cristiano-Ronaldo-Statue spaziert, dann am Wasser entlang.
Aussicht von der Seilbahn über Funchal
Oben mit der Seilbahn hatten wir eine wunderschöne Aussicht, war aber auch ziemlich voll. Die berühmten Korbschlitten haben wir bewusst ausgelassen – mit Baby einfach zu wild für uns.
Runter ging's dann entspannt mit dem Bus – nur ca. 2 € pro Person und eine spektakuläre Serpentinenfahrt. Unten haben wir noch die Markthalle und Altstadt erkundet, und natürlich gab's Pastéis de Nata. Ich liebe die einfach ❤️
Pastéis de Nata – Pflichtprogramm in Funchal
Tag 12: Seetag
Der letzte Seetag der Kreuzfahrt – morgen früh legen wir schon in Santa Cruz de Tenerife an, wo für uns die Ausschiffung ansteht.
Tag 13: Santa Cruz de Tenerife – Ausschiffung
Letzter Kreuzfahrtstopp war Santa Cruz de Tenerife – und hier endete auch unsere Zeit an Bord der AIDA Cosma. Denn danach sind wir noch eine ganze Woche auf der Insel geblieben!
💬 Kommentare
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